Axel Höfer aus Rödlitz

Mein Blog - News und Aktuelles

Dienstag, 16. Dezember 2014
„Reformation – Bild und Bibel“: Themenjahr-Eröffnung in Zwickau

Tag der offenen Tür in der Katharinenkirche und Ausstellungen begleiten den Tag

ZWICKAU - In einem Festgottesdienst mit Landesbischof Jochen Bohl wird im Dom St. Marien in Zwickau am 6. Januar 2015 das Themenjahr 2015 „Reformation – Bild und Bibel“ auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 für den Freistaat Sachsen eröffnet. Das Themenjahr nimmt Bilderwelten des Glaubens und die Bedeutung des Wortes als Predigt für die Gemeinde in den Blick. Nicht zuletzt die damalige Einführung und Nutzung des Buchdrucks als zentrales Kommunikationsmittel der Reformation eröffnet Gegenwartsbezüge zur modernen Medienwelt. Zudem wird kunstgeschichtlich der 500. Geburtstag des Renaissancemalers Lucas Cranach d.J. am 4. Oktober 2015 das Themenjahr im mitteldeutschen Raum bestimmen.

Der Eröffnungsgottesdienst am Epiphaniasfest im Dom St. Marien um 18:00 Uhr liegt in liturgischer Leitung von Superintendent Eberhard Dittrich. Landesbischof Jochen Bohl wird die Predigt halten. Höhepunkt während des Gottesdienstes wird die Altarwandlung des wertvollen Wohlgemuth-Altars aus dem Jahre 1479 sein. An diesem Tag stellt die sächsische Landeskirche ihr neues Themenheft zum Dekadenjahr 2015 der Öffentlichkeit vor.

Nach dem Gottesdienst wird die Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß zu einem Empfang in das Rathaus einladen.
Im Lichthof neben dem Bürgersaal des Rathauses wird von 6. bis 22. Januar 2015 eine Wanderausstellung zu sehen sein. Diese gibt einen Vorgeschmack auf die 1. Nationale Sonderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum mit dem Titel „Luther und die Fürsten – Selbstdarstellung und Selbstverständnis des Herrschers im Zeitalter der Reformation“. Diese präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von 15. Mai bis 31. Oktober 2015 in Torgau auf Schloss Hartenfels.
Die Präsentation im Zwickauer Rathaus zeigt großformatige Fotografien, die den Betrachter durch ihre Detailgenauigkeit in ihren Bann ziehen. Einige der kostbaren Exponate der 1. Nationalen Sonderausstellung wurden stark vergrößert reproduziert. Abbildungen des Torgauer Schlosses mit Schlosskapelle ergänzen die Schau. Die Kapelle von Schloss Hartenfels war der einzige Kirchenneubau, den Luther selbst einweihte.
Die Ausstellung ermöglicht einen detaillierten Rundblick und lädt ein, auch die große Nationale Sonderausstellung in Torgau zu besuchen.
Das Zwickauer Rathaus ist von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Am 6. Januar präsentiert sich die Katharinenkirche in Zwickau mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit. Dabei werden von 13:00 bis 17:30 Uhr Führungen durch das Gotteshaus angeboten.
Der Katharinenkirche, die einen Altar aus der Werkstatt Lucas Cranachs d.Ä. (1472-1553) ihr Eigen nennt. wurde im vergangenen Jahr das Europäische Kulturerbesiegel der Stätten der Reformation verliehen. Der so genannte Kunigundenaltar für die Kalandbruderschaft entstand im Jahre 1517 – dem Jahr in dem Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug. Ursprünglich war er als einer der vielen Nebenaltäre am 12. Dezember des Jahres 1518 für die reichste Zwickauer Bruderschaft in der Marienkirche aufgestellt worden.
In den Jahren danach, als bereits heftige Debatten um die bildlichen Darstellungen der vorreformatorischen Zeit entbrannt waren, verlor die Bruderschaft durch den Wegfall der katholischen Messdienste ihren Einfluss und die finanzielle Grundlage, was 1523 zu ihrer Auflösung führte. Die Nebenaltäre in den Kirchen der Stadt wurden abgebrochen. Zunächst setzte man den Kunigundenaltar in die Kirche des alten Franziskanerklosters. Als dieses jedoch abgerissen wurde, kam er 1534 in die Katharinenkirche, wo er noch heute steht.

Auch Sachsens ältestes Wohnbauensemble – die Priesterhäuser – haben am 6. Januar von 13:00 bis 18:00 Uhr ihre Pforten geöffnet. Seit 2003 ist hier das Museum für Stadt- und Kulturgeschichte untergebracht mit einer detaillierten Dauerausstellung zum mittelalterlichen Leben Zwickaus sowie zur Reformationszeit.

Mittwoch, 10. Dezember 2014
Adventliches Konzertangebot

Am 2. Adventswochenende erschallt an mehreren Orten das „Jauchzet, frohlocket…“ des Bachschen Weihnachtsoratoriums. Das Weihnachtsoratorium gehört zu den beliebtesten und am häufigsten gespielten Werken von Johann Sebastian Bach. Das aus sechs Kantaten bestehende Oratorium zählt vielerorts zu den Höhepunkten im Konzertjahr. Auch wenn das Weihnachtsoratorium einst für sechs Sonn- und Feiertage in der Weihnachtszeit komponiert wurde - den drei Weihnachtstagen, Neujahr, den Sonntag nach Neujahr und Epiphanias - ist es heute vielerorts fester Bestandteil des adventlichen Konzertprogramms.

In diesem Jahr wird das Werk oder Teile davon konzertant fünf Mal in der Frauenkirche zu erleben sein. Am Freitag, 5. Dezember, und am Sonnabend, 6. Dezember, um 19:30 Uhr, gibt es die Gesamtaufführungen der Kantaten I-VI, am Montag, 8. Dezember, die Kantaten I-III und tags darauf die Teile IV-VI jeweils um 20:00 Uhr. Es musizieren Solisten mit dem Kammerchor der Frauenkirche und dem ensemble frauenkirche unter der musikalischen Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert.
In seiner eigentlichen gottesdienstlichen Bestimmung erklingt die erste Kantate "Jauchzet, frohlocket" im Rahmen der 2. Christvesper am 24. Dezember um 16:00 Uhr in der Frauenkirche erneut.

Am Sonntag, 7. Dezember, um 17:00 Uhr führen in der Himmelfahrtskirche in Dresden-Leuben der Projektchor der Kantorei Leuben, Solisten und die Sinfonietta Dresden unter Leitung von Johann Weinberger die ersten drei Teile auf.
Das Adventskonzert in der St. Martinskirche Weinböhla bei Dresden am 6. Dezember um 16:00 Uhr beinhaltet neben anderen Werken vier Arien aus dem Weihnachtsoratorium.

In der Leipziger Thomaskirche kommen die Kantaten I-III des Bachschen Weihnachtsoratoriums am 5. und 6. Dezember um 20:00 Uhr von Solisten, dem Leipziger Vocalensemble und dem Barockorchester Michaelis Consort unter Leitung von Ulrich Kaiser zu Gehör.
Am 6. Dezember sind ebenfalls die ersten drei Teile um 17:00 Uhr in der Taborkirche in Kleinzschocher sowie am 8. Dezember um 19:30 Uhr die Kantaten I-IV in der Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West zu erleben.
Ebenfalls um 17:00 Uhr, allerdings am Sonntag, werden in Geithain in der Nikolaikirche die ersten drei Kantaten von Chor und Kantorei Geithain/Wickershain und Chor Mittweida mit dem Leipziger Symphonieorchester aufgeführt.

In Freiberg neigt sich ein musikalisch ereignisreiches Jahr dem Ende. 1714 wurde im Dom St. Marien Gottfried Silbermanns erste bedeutende Orgel geweiht. Eine Festwoche zum 300. Jubiläum dieses barocken Meisterwerks lockte zahlreiche Besucher zu großartigen Konzerten.

Zur Advents- und Weihnachtszeit wird neben dem Freiberger Christmarkt, einem der schönsten seiner Art, die Dommusik erneut Höhepunkte bieten. Mit dem Weihnachtsoratorium (Kantaten (I-III) am 6. Dezember um 16:00 Uhr und der Hohen Messe in h-Moll am 20. Dezember um 17:00 Uhr kommen Gipfelwerke Johann Sebastian Bachs zur Aufführung.
Am 6. Dezember erklingen die drei ersten Teile des Oratoriums um 17:00 Uhr in Nossen mit Solisten, den Kantoreien Nossen und Wilsdruff und der Elblandphilharmonie Sachsen sowie in gleicher Besetzung tags darauf in Wilsdruff.

Das Adventsliedersingen bis zu Aufführungen verschiedener Weihnachtsgeschichten anderer Komponisten wie Carl Orff, Johann Heinrich Rolle, Camille Saint-Saëns, Heinrich Schütz oder Gottfried August Homilius steigern die Spannung in der Zeit der Erwartung vor dem Weihnachtsfest.

So feiert die Singakademie Dresden ihr 130-jähriges und die Sinfonietta Dresden ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Doppelkonzert am 6. Dezember um 17:00 Uhr und um 19:30 Uhr in der Dresdner Lukaskirche. Seit zehn Jahren gibt es den ADVENTSSTERN der Singakademie als das 'etwas andere' Weihnachtskonzert. Es sollen im Kontrast mit weihnachtlichen Kompositionen alter Meister neue Horizonte eröffnet und neue Chormusik geschaffen und auf den Weg gebracht werden. In den letzten Jahren entstanden Kompositionen dreier Dresdner Komponisten im Kontext zu je einem Teil der Messe in h-Moll von Bach. Der Höhepunkt dieses Projekts unter Leitung von Ekkehard Klemm ist die Wiederaufführung der neuen Werke Nachmittag und die Komplettversion der Messe am Abend.

In Leipzig lädt die Thomaskirche zum besinnlichen ‚Weihnachtlichen Orgelkonzert im Kerzenschein‘ am Montag, 8. Dezember, um 19:30 Uhr ein. Organist Stefan Kießling wird einen Bogen von der Adventszeit bis hin zu Weihnachten spannen. Es erklingen die Phantasie über den Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Max Reger, Hugo Distlers Partita über den Choral „Nun komm, der Heiden Heiland“, die Sonate Nr. 6 von Johann Sebastian Bach und die „Pastoralsonate“ von Joseph Gabriel Rheinberger.

In der Stadtkirche Sebnitz findet im Rahmen der Konzertreihe ‚Musik in Peter-Paul‘ am Sonnabend, 13. Dezember, um 17.00 Uhr Advents- und Weihnachtskantaten für Soli, Chor und Orchester statt. Unter der Leitung von Kantor Albrecht Päßler musizieren neben der Sebnitzer Peter-Pauls-Kantorei, Solisten und die Elbland Philharmonie Sachsen. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Gottfried August Homilius, Christian Gottlob August Bergt und Felix Mendelssohn Bartholdy.

In Dresden führt Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger am 13. Dezember um 19:30 Uhr mit dem Dresdner Bachchor und einem Projektchor sowie mit der Sinfonetta Dresden in der Martin-Luther-Kirche die Kantaten I-III des Bachschen Weihnachtsoratoriums auf. Zur gleichen Zeit und am gleichen Ort bringt er mit dem Dresdner Bachchor eine Woche später (20. Dezember) das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns sowie das Magnificat in D von Felix Mendelssohn Bartholdy zu Gehör.

Trotz Tourneeprogramm setzen die beiden sächsischen Knabenchöre in Dresden und in Leipzig in heimischer Umgebung Akzente für das umfangreiche Musikprogramm zur Advents- und Weihnachtszeit. In der Dresdner Kreuzkirche erklingen die drei ersten Teile des Bachschen Weihnachtsoratoriums gleich drei Mal. Der Dresdner Kreuzchor, Solisten und die Dresdner Philharmonie unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile singen das Oratorienwerk am Freitag, 12. Dezember, um 19:00 Uhr, am Sonnabend und Sonntag um 17:00 Uhr.
In Leipzig bringt der Thomanerchor ebenfalls an diesen drei Tagen parallel das Weihnachtsoratorium unter Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller mit dem Gewandhausorchester in der Thomaskirche zur Aufführung. Es werden die Kantaten I-III und VI gesungen.

Am Sonnabend, 13. Dezember, kommt in Chemnitz das Weihnachtsoratorium (Kantaten I-III) um 16:30 Uhr mit der St.-Petri-Schloß-Kantorei und dem ‚ensemble musica sacra chemnitz‘ unter Leitung von KMD Siegfried Petri in der Schloßkirche zur Aufführung. Die Kantaten IV-VI sind am 20. Dezember um 19:30 Uhr in der Kreuzkirche auf dem Kaßberg (Am Andréplatz) mit der Kantorei der Kreuzkirche, dem Collegium instrumentale unter Leitung von Steffen Walther zu erleben.

In Zwickau singen am Sonntag, 14. Dezember, um 17:00 Uhr Solisten, der Domchor Zwickau mit dem Philharmonischen Orchester Plauen/Zwickau unter Leitung von KMD Henk Galenkamp das Oratorium von Johann Sebastian Bach.

Weitere Aufführungen am Wochenende des 3. Advent sind am 13. Dezember in der St. Marienkirche in Borna um 17:00 Uhr, in der Leipziger Peterskirche um 19:00 Uhr und in der Ev.-reformierten Kirche um 19:30 Uhr sowie am Adventssonntag in Seifhennersdorf bei Zittau (16:00 Uhr), in der Markranstädter St. Laurentiuskirche (17:00 ), in der Versöhnungskirche in Dresden-Striesen und in der Kamenzer Hauptkirche St. Marien ebenfalls um 17:00 Uhr und dort unter Leitung von KMD Michael Pöche.

Am Dienstag, 16. Dezember, um 19:30 Uhr werden in der Dresdner Annenkirche die ersten drei Kantaten mit poetischen Kommentaren als Kantatensätze von Prof. Matthias Drude von den Solisten, dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik, der Sinfonietta Dresden unter Leitung von Prof. Stephan Lennig aufgeführt.(3.12.2014)

Mittwoch, 24. September 2014
Nachricht vom Tod der Familie Hentschel

Trauer und Betroffenheit über die Nachricht vom Tod der Familie Hentschel

Landesbischof Jochen Bohl hat sich heute zum Tod des Ehepaares Hentschel wie folgt geäußert:

„Mit großer Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Tod des Ehepaares Hentschel und ihres jüngsten Kindes erhalten. Was wir seit fünf Jahren befürchtet haben, ist nun zur Gewissheit geworden. – Wir trauern um zwei Christenmenschen, die ihren Glauben in einer sehr bewussten Weise gelebt haben. Ihnen war es wichtig, anderen Menschen die Liebe Gottes zu bezeugen. Darum waren sie in einem Krankenhaus im Jemen im humanitären Einsatz. Aus dieser wichtigen Arbeit sind sie auf verbrecherische Weise herausgerissen worden.

Wir gedenken der Verstorbenen voller Achtung für ihren hingebungsvollen Dienst. Wir hoffen und glauben, dass sie gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn geborgen sind in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Jesus Christus. Unsere Anteilnahme gilt allen Angehörigen und insbesondere den beiden Töchtern, die ohne ihre Eltern und ihren kleinen Bruder aufwachsen werden. Gottlob dürfen sie die Geborgenheit ihrer Großfamilie erfahren. Es ist unser Gebet, dass die Familie nun zum Frieden findet aund getröstet Abschied nehmen kann.“ (Dresden, 23.09.2014)

Ältere Beiträge

Anmelden